Wichteln

Während in Deutschland traditionell am Weihnachtsabend die Geschenke verteilt werden, gibt es in Skandinavien den Brauch des Wichtelns. Mindestens drei Personen finden sich in der Vorweihnachtszeit zum Wichteln zusammen und beschenken sich mit Wichtelgeschenken. Wer wem ein Geschenk gibt, wird vorher geheim bestimmt. Das verpackte Wichtelgeschenk wird mit dem Namen des Wichtelopfers versehen.

 

 

Beim Wichteln sucht sich dann jeder sein Wichtelgeschenk aus und öffnet es im Beisein der anderen Wichtel. Das “Wichtelopfer” kann dann darüber rätseln, von wem das Wichtelgeschenk stammt. Der Ursprung des Schenkens während der Adventszeit geht auf den Wichtel zurück. Diese nordische Sagengestalt hat den Ruf, Gutes zu tun. Mittlerweile wird das Wichteln in verschiedenen Varianten gepflegt.

Grundsätzlich steht bei den Wichtelgeschenken deren Originalität im Vordergrund. Beim Schrott-, Ramsch-, Horror- oder Ekelwichteln werden in der Regel Gegenstände verschenkt, die eher einen geringen Gebrauchswert haben, dafür aber besonders geschmack- und nutzlos sind. Perfekt ist das Wichtelgeschenk, wenn dabei ein persönlicher Bezug zum Beschenkten abgeleitet werden kann. Wichteln wird unter den Bezeichnungen Engerl und Bengerl auch in Österreich gepflegt. In Norddeutschland ist die gesellige Art des Schenkens unter dem Namen Julklapp bekannt. Sowohl in Skandinavien als auch in Deutschland treffen sich Arbeitskollegen, Vereinsmitglieder oder Schulklassen während der Adventszeit zum Wichteln. Aber nicht nur zur Weihnachtszeit steht das Wichteln hoch im Kurs. Mit dem Geburtstagswichteln hat sich längst die ganzjähriges Form des fröhlichen Schenkens durchgesetzt